Spatenstich für das größte Projekt der Stiftung für das sorbische Volk

Mit dem Spatenstich haben nun offiziell die Bauarbeiten für das Sorbische Wissensforum begonnen. Nach Fertigstellung bekommen die als nationale Minderheit anerkannten Sorben einen zentralen Ort, der ab 2030 das Sorbische Museum und das Sorbische Institut beherbergen wird.
Die Sorben,lokal auch als Wenden bezeichnet, sind eine der vier autochthonen Minderheiten in Deutschland.

In dem neu geschaffenen Komplex ist Platz für eine Dauerausstellung, ein Kulturarchiv mit Trachtendepot und eine Zentralbibliothek. Mit modernen, barrierefreien und fachgerechten Räumen entsteht ein überregional ausstrahlendes Zentrum sorbischer Kultur und eine Begegnungsstätte im Zentrum der Stadt Bautzen.

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer erklärte dazu: „Mit dem Spatenstich für das Sorbische Wissensforum am Lauenareal setzen wir ein starkes Zeichen für die Zukunft der sorbischen Sprache und Kultur. Die Bewahrung und Entwicklung der sorbischen Identität ist nicht nur eine Frage unserer Geschichte, sondern ein verfassungsmäßiger Auftrag und gelebter Teil unseres Selbstverständnisses als Freistaat Sachsen.“
Der Direktor der Stiftung für das sorbische Volk, Jan Budar, dankte bei seiner Rede „…für diese historische Chance und die breite Unterstützung“.

Zum Spatenstich waren auch die Sächsische Kulturministerin Barbara Klepsch, Landrat Udo Witschas und der Oberbürgermeister der Stadt Bautzen, Karsten Vogt, anwesend. Die Feierlichkeit begleiteten außerdem die am Baugeschehen beteiligten Firmen sowie Marko Schiemann, Mitglied des Sächsischen Landtages und Vorsitzender des Parlamentarischen Beirats der Stiftung für das sorbische Volk, und die Beauftragte für sorbische Angelegenheiten der Sächsischen Staatsregierung, Franziska Brech.

Alle Sanierungs- und Baumaßnahmen finden im sogenannten „Hillerschen Ensemble“ an der Ecke Äußere Lauenstraße/Goschwitzstraße statt.
Das Forum wird die veranschlagten Baukosten von rund 50 Millionen Euro mit Strukturmitteln finanzieren. Derzeit untersuchen Archäologen das Baugelände auf Reste einer frühmittelalterlichen Siedlung. Diese Arbeiten sollen bis Weihnachten abgeschlossen sein.

Wir Günther Ingenieure sind bei diesem Projekt für die HLS-Planung verantwortlich.