Sanierte Villa Liegnitz: Ein neues Juwel für den Park Sanssouci

Noch laufen die letzten Baumaßnahmen, die in wenigen Tagen abgeschlossen sein werden. Dann erfolgt der Einzug der künftigen Nutzerinnen und Nutzer der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg (SPSG) in den geschichtsträchtigen Gebäudekomplex.

Die Planungsaufgabe „Sanierung der Villa Liegnitz“ bestand im schwerpunktmäßigen Erhalt der historischen Gebäudesubstanz verbunden mit einer Wiederherstellung der verlorenen, aber nachweisbaren äußeren Bausubstanz aus der Umbauzeit der Jahre 1907/08. Die vorhandene Raumdisposition und Raumerschließung sollten nahezu unverändert bleiben.

Zu diesem Zweck wurde im Sommer 2023 ein offener Kunst-am-Bau-Wettbewerb ausgelobt, der als anonymer und zweiphasiger Realisierungswettbewerb durchgeführt wurde. Die Aufgabe war, ein Kunstwerk zu entwerfen, das eine kritische Beschäftigung mit dem Ort erkennen lässt und sowohl historische Brüche als auch geschichtliche Kontinuitäten herausarbeiten sowie Bezüge zur Gegenwart herstellen sollte. Bewusst offen gehalten war das Genre des Kunstwerks. Insofern waren die Einreichungen nicht nur inhaltlich, sondern auch formal sehr unterschiedlich.

Die Sanierung umfasste die vollständige Wiederherstellung der Fassaden, Dächer und Innenräume mit dem Ziel einer Büronutzung durch die SPSG. Außerdem sollten der dazugehörige Garten sowie die darin befindlichen Gartenarchitekturen instandgesetzt werden.

Im Einzelnen wurden und werden folgende Bereiche bearbeitet:

– Fassaden und Dächer, einschließlich Loggien, Terrassen und Altan (Wintergarten),
– Innenräume (alle Etagen),
Technische Gebäudeausrüstung,
– 9.000 Quadratmeter Freianlagen im direkten Umfeld des Bauwerks.

Das Ensemble steht unter Denkmalschutz und gehört seit 1990 zur UNESCO-Welterbestätte „Schlösser und Parks von Potsdam und Berlin“.

Quelle: SPSG, Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg
Fotos: Birgit Morgenroth (1) und Carlo Paulus (6)